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YAMAHA CS-30 - Tuning

GrDYamaha CS-30 ist das monophone Flagschiff der analogen CS-Serie (Zu welcher der CS-5, CS-10, CS15, CS30, CS30L gehören). Eine sehr umfangreiche Ausstattung und flexible Verschaltmöglichkeiten zeichnen ihn neben einer nicht ganz "normalen" Bedienung aus (So finden sich zum Beispiel die Auswahlschalter für die Filtertypen LP, BP, HP beim VCA). Klanglich ist der grosse CS absolut überzeugend und sehr vielseitig. Die beiden Filter klingen typisch Yamaha analog - auch kein Wunder wenn die gleichen Chips zum Einsatz kommen wie im grossen polyphonen CS-80. Was ihn vor allem von seinem kleineren Bruder CS-15 unterscheidet, ist der 8-Step Analogsequencer. Dieser lässt sich auf jeden Oscillator einzeln schalten (CV), sowie auch die 3 Hüllkurvengeneratoren ebenfalls einzeln ansteuern (Trigger).

Der CS-30 bietet von Werk her eine je eine Buchse für Trigger- und CV-Out auf der Rückseite. Was ihm fehlt, ist ein externer Eingang für die Sequencer-Clock, sodass das Gerät von einem anderen Gerät angesteuert, zu einem externen LFO synchronisiert, von einem Drumcomputer getriggert usw. werden kann. Und wenn schon die Bohrmaschine und der Lötkolben zum Einsatz kommen, soll's auch noch einen Midieingang geben.

Midijack II MIDI-Interface Installation und externe Sequenzer Clock In

Bevor's los geht ein paar Grundlagen und Überlegungen zum Einbau:

Durch eine neue Schaltbuchse auf der Geräterückseite soll die interne Sequenzerclock beim Einstecken eines Klinkenkabels abgeschaltet und der Sequenzer so von einem externen Taktgeber gesteuert werden. Die manuelle Steuerung soll hingegen weiterhin als Alternative zur Verfügung stehen.

Das Bild oben zeigt den Bausatz auf der CS-30 Tastatur zum Grössenvergleich. Das Midijack II MIDI-Interface von Synhouse ist ein einfaches MIDI-Interface, dass einen MIDI Eingang bietet und so die externe Kontrolle von einem Softwaresequenzer oder einem anderen Gerät ermöglicht. Es ist ein Komplettbausatz, der sich einfach in jedem Synthesizer, der nach dem Hertz/Volt Standard arbeitet installieren lässt.
Wie versprochen wird der Bausatz fertig montiert und inklusive der Montageschablone aus Papier für die Bohrung der Löcher im Gehäuse geliefert. Ein Schraubenzieher gehört auch zum Liferumfang: Er dient zur Justierung des Interfaces.
Die gute Bedienungsanleitung zum Einbau findet sich auf der Website von Synhouse, inklusive Beispielen für verschiedene Geräte (wie Korg MS-10/20 - aber kein Yamaha CS-Beispiel). Ausserdem ist der Signalfluss eines analogen Synths gut erklärt und der Einbau daher sehr einfach.Er kommt perfekt mit viel Bubblefolie verpackt direkt per Airmail. Das Interface selbst ist sehr klein und passt problemlos in jedes Gehäuse. Von den acht farblich markierten Kabeln müssen nicht alle angeschlossen werden. Sehr praktisch: Der Schalter des Interfaces zur Anwahl der MIDI-Kanälen, der sich nach der Montage vielleicht auf der Rückseite des Gerätes befindet, lässt sich mit einem der Kabel auf einen Schalter auf das Frontpanel umleiten. So kann auch ein spezieller Schalter, der vom Design her an das Originalgerät angelehnt ist, eingebaut werden.


Einbau des Interfaces und der Klinkenbuchse für den ext.
Sequenzer
Clock In

Der YAMAHA CS-30 des Cavestudios vor dem Eingriff (Serienummer 1632).

Nach dem Entfernen der vier Schrauben auf der Seite lässt sich das Frontpanel bequem aufklappen und gibt den Blick auf die Innereien frei. Die meisten Elemente der Klangerzeugung sind auf den grünen Platinen zu finden. Für den Einbau des Interfaces und der Klinkenbuche für den externen Sequenzer Clock Eingang findet sich viel Platz.

Die Rückseite eines CS-30 vor dem Einbau. Wir haben uns entschieden, die neuen Eingänge links neben den bestehenden zu platzieren und das Interface gleich obenüber der Midibuchse. Die Löcher mussten sorgfältig und behutsam gebohrt werden, damit keine der dahinter liegenden Kabelstränge beschädigt wurden.

Das Schaltschema des Sequenzers offeriert beim Testpunkt 1 eine Möglichkeit ein externes Clocksignal einzuschleifen und so die interne Clock bei Bedarf durch das Einstecken eines Klinkenkabels in eine Schaltbuchse abzuschalten (siehe rote Markierung). Die Start/Stop-Taste funktioniert dabei genau gleich.

Die manuelle Clockschalter (Durchschalten der 8 Steps mit dem roten Schalter auf dem Frontpanel) funktioniert dabei weiterhin.

Die fertig monierte MIDIJACK II - Platine und den beiden darunter liegenden Buchsen (rechts MIDI IN und links Sequenzer Clock In). Wie auf dem Bild ersichtlich lassen sich die Kabel des Interfaces mit Kabelbinder schön entlang den bestehenden Kabelbäumen verlegen.

Das untere Bild zeigt die Rückseite des CS-30 mit den neuen Buchsen.Gut zu erkennen die DIN-Buchse für den MIDI IN, daneben die Sequenzer Clock In Schaltbuchse. Über der MIDI IN - Buchse liegt der Schaltknopf für das Anwählen des Midikanals und links davon der Trimpoti zur Justierung des Interfaces (war aber hier nicht nötig).

Gelb markiert sind die drei Kabel, welche die interne Sequenzer Clock zur neuen Schaltbuchse auf der Rückseite führen. Eine Leiterbahn auf der Sequenzer-Platine muss dazu unterbrochen werden. Das interne Clock-Signal läut jetzt über die Schaltbuchse und wird beim Einstecken einer Klinke unterbrochen, sodass das an der externen Buchse anliegende Signal als Clocksignal verarbeitet wird (Trigger liegt bei ca. 4 Volt).

Die beiden Bilder oben und das Bild unten: Die Verkabelung der CV und Trigger (Gate) - Buchsen mit dem MIDIJACK Interface.

Die vom Interface kommenden Kabel für die Trigger und CV-Buchsen (Kabelstrang rechts). Die nicht benötigten Anschlüsse sind unter dem schwarzen Klebeband. Mit einem dieser Kabel liesse sich - wie bereits oben erwähnt - der auf der Rückseite befindliche Knopf bei Bedarf zur Anwahl des Midikanals auf das Frontpanel führen.

Weitere Dokumente:

Original-Schema des Sequenzers
 

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