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KORG DSS-1

Der Korg DSS-1 erblickte 1986 das Licht der Welt und war als Nachfolger der DW-Serie als Korgs Antwort auf den Sampler Boom dieser Zeit vermarktet worden. Dies tat dem Gerät eigentlich unrecht, da es eigentlich eine Art Super-DWGS-Synthesizer war: Anstatt wie beim DW-8000 auf 16 Wellenformen beschränkt zu sein, offeriert der DSS-1 eine völlig offene Architektur bezüglich der Wellenformen. Diese können per Schieberegler gezeichnet (dazu hat man 8 Sekunden Zeit, die Wellenform quasi auf der Zeitachse per Data-Entry A - Regler zu zeichnen), mit 128-facher additiver Synthese programmiert (Einstellen der Teiltonamplituden, was sehr gut funktioniert - wenn auch etwas zeitaufwendig ist; aber ich habe so einige der schönsten Glockenklänge erstellt) oder eben per Sampling aufgenommen werden. Das Sampling (12 bit, mit 16, 24, 32, 48kHz) ist eigentlich von der Idee her zum Generieren von neuen Klängen gedacht gewesen und nicht zum Abspielen möglichst naturgetreuer Klänge. Daher war seine maximale Samplingzeit und der Speicher (256k) auch recht klein dimensioniert.

Die Wellenformen liegen im flüchtigen Speicher (Abspeichern auf Diskette!) und können mit vielen Parametern bearbeitet werden. Der achtstimmige DSS-1 verfügt über zwei Oscillatoren pro Stimme (mit Sync, Autobend, LFO, Bit-Rate Reduktion), einen richtigen VCF (der letzte den Korg gebaut hat - und einer der besten) und diverse anschlagdynamische Möglichkeiten (Attack, Decay, Release der beiden Hüllkurven sind anschlagdynamisch programmierbar), Aftertouch, Unisono Mode (klingt ziemlich eindrücklich), zwei Digitale Delays. Alles in allem eine ganze Menge und doch nicht unübersichtlich viel - wie beim Emulator II oder Emax sind alle Parameter auf der Gehäuseoberseite abgedruckt. Die Bedienung ist trotz überaschend wenigen Knöpfen sehr einfach.

Das Diskettenlaufwerk (720k) ist auch eine der Schwachstellen des DSS-1: Es ist der Bauteil, der als erster seinen Geist aufgeben kann - und ohne das Floppy Disk geht beim DSS-1 gar nichts - genau, weil der Speicheer flüchtig und alles auf Diskette gespeichert ist: Wellenformen, Multisounds, Programme, etc. Ein neues Floppy kann unter folgendem Link bestellt werden: Route 66 Studios.

Klanglich überrascht der DSS-1 durch eine enorme Vielseitigkeit. Ob digitale Klänge, die auch mal sehr kalt klingen können bis zu warmen analogen Sounds ist alles möglich. Absolute Highlight sind auf jeden Fall seine Sync-Sounds (mit einem Oscillator auf Autobend) oder die Filtersweep - am besten im Unisono Mode (da werden einige auch ganz berühmte Synths ziemlich blass). Aufgrund der Architektur ist sehr vieles möglich. Einzig die beiden LFO biete nur eine Dreieck-Wellenform und lassen sich nicht in den hörbaren Bereich steuern. Aber trotzdem ist und bleibt der DSS-1 ein Klangkamäleon, das zum blossen Abspielen von Preset Sounds viel zu schade ist.

Der DSS-1 war Olivers erster Synthesizer und steht daher schon seit den Anfängen im Cavestudio (und er wird immer noch benutzt). Zeitweise waren sogar zwei DSS-1 im Studio, wie das Bild oben beweist.

KORG DSS-1: Die Broschüre (jpg):

Korg DSS-1 Verkaufsprospekt: Seite 1, Seite 2, Seite 3,
Seite 4, Seite 5, Seite 6 (jpg, ca. je )


Weitere Dokumente:

folgen

Weitere Infos:

Die Korg DSS-1 Ressource Site (ALLES zum DSS-1)
Korg DSS-1 Page mit diversen Infos und Downloads
Synthesizer Museum (Infos und Links)
Synth Zone


 

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